CAN-Ver­drah­tungs­test

Die Abfol­ge des Ver­drah­tungs­tests wirft ab und zu Fra­gen auf. Wir möch­ten hier erklä­ren, war­um der Ablauf so ist, wie er ist. Außer­dem gibt es noch ein paar Tipps.

Die Abfol­ge der Mes­sung ist folgender :

Vor­be­rei­tun­gen zu Schritt 1 :

  • die Anla­ge ist auszuschalten
  • die Teil­neh­mer sind vom Bus zu trennen
  • die Ter­mi­nie­run­gen sind zu entfernen
  • Tes­ter am Anfang der Anla­ge aufstecken

Mes­sung 1 : Kurzschlusstest

Die Wider­stän­de der Lei­tun­gen wer­den nun gemes­sen. Sie soll­ten unend­lich sein, denn kein Lei­ter darf mit einem ande­ren in Ver­bin­dung ste­hen. Es wird einen Feh­ler geben, wenn Sie z. B. einen der Abschluss­wi­der­stän­de nicht abge­zo­gen haben.
Kurz­schlüs­se oder Über­gangs­wi­der­stän­de zwi­schen den Lei­tern tre­ten ab und an in schlecht mon­tier­ten Ste­ckern auf.

Vor­be­rei­tun­gen zu Schritt 2 :

  • der mit­ge­lie­fer­te Kurz­schluss­ste­cker ist am Ende des Bus­ses aufzustecken

Schritt 2 : Leitungsbruchtest

Der Kurz­schluss­ste­cker ver­bin­det am Ende des Bus­ses alle Lei­tun­gen des Kabels mit­ein­an­der. Es wird der Schlei­fen­wi­der­stand und die Län­ge der Kabel bestimmt. Mess­wer­te könn­ten nach oben abwei­chen, dann ist nach Unter­bre­chun­gen und Über­gangs­wi­der­stän­den zu suchen. Haben Sie Teil­neh­mer nicht abge­zo­gen, kann die ermit­tel­te Län­ge erheb­lich abwei­chen. Sehr kur­ze Lei­tun­gen zu ver­mes­sen ist schwie­rig. Bei län­ge­ren Kabeln sind die ermit­tel­ten Wer­te genauer.

Vor­be­rei­tun­gen zu Schritt 3 :

  • Kurz­schluss­ste­cker abziehen
  • Ter­mi­nie­rung am Ende des Bus­ses zuschalten

Schritt 3 : Ter­mi­nie­rung am Ende

Unter Ver­rech­nung der vor­her gemes­se­nen Schlei­fen­wi­der­stän­de wird nun der Abschluss­wi­der­stand am Ende des Bus­ses ermittelt.

Vor­be­rei­tun­gen zu Schritt 4 :

  • Ter­mi­nie­rung am Anfang zuschalten

Schritt 4 : Ter­mi­nie­rung am Anfang

Im letz­ten Schritt wird nun der Abschluss­wi­der­stand am Anfang der Anla­ge unter Ver­rech­nung des Abschluss­wi­der­stan­des am Ende und der Schlei­fen­wi­der­stän­de ermittelt.


  • Sie kön­nen unter Umstän­den die Teil­neh­mer am Bus las­sen. Die Bus­län­gen­mes­sung wird davon even­tu­ell beein­flusst. Dadurch kön­nen Feh­ler ange­zeigt wer­den, zB. wenn Sie auch die Strom­ver­sor­gungs­lei­tun­gen mes­sen, das Netz­teil sekun­där nie­der­oh­mig und ange­schlos­sen ist.
  • Es ist zu beden­ken das Sie den Feh­ler mög­li­cher­wei­se schon besei­ti­gen, wenn Sie vie­le Ver­bin­der bewe­gen. Wenn Sie Wackel­kon­tak­te ver­mu­ten, dann kann es durch­aus sinn­voll sein, zuerst ein­mal mit ange­schlos­se­nen Teil­neh­mern zu messen.
  • Eine Mes­sung mit Schritt 1 zu star­ten, ohne die beschrie­be­nen Vor­be­rei­tun­gen zu tref­fen, wird bei einem kur­zen Bus einen Wider­stand zwi­schen CAN_​H und CAN_​L von ca. 60 Ohm ermit­teln. Das wird natür­lich als Feh­ler gewer­tet, denn im Schritt 1 erwar­ten wir ja sehr hohe Wider­stän­de. Um aber schnell fest­zu­stel­len, ob bei­de Abschluss­wi­der­stän­de OK sind, mag das genü­gen – auch wenn das Mess­ge­rät es als Feh­ler bewertet.
    Schwie­ri­ger zu beur­tei­len ist das bei einem lan­gen Bus­ka­bel, da hier­bei die Schlei­fen­wi­der­stän­de dazu kom­men. Hier kön­nen Sie nur auf Ver­gleichs­wer­te von frü­he­ren Mes­sun­gen zurückgreifen.

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